Slow Travel richtig genießen

 

Langsames erleben oder langsamer reisen?

Manchmal bitte gerne langsamer reisen, alles aus dem Umfeld aufzunehmen und ungeplante Momente passieren zu lassen. Vor der Reise nicht schon jeden Tag durchgeplant zu haben und so jeden Tag aufs Neue zu begegnen.

Unsere Liebe, Häuser in anderen Ländern zu mieten, und deren Unbeschwertheit und eine Art Alltag aufkommen zu lassen. Irgendwann vielleicht sogar auch mal für ein halbes Jahr auszusteigen, wer weiß das schon…

Sich wie zu Hause zu fühlen und dabei andere Kulturen kennen zu lernen und sich diese für diese Zeit ein wenig anzunehmen. Dabei neben Einheimischen zu leben und deren Alltag zu erleben. Von diesen Momenten hatte ich euch HIER schon einmal berichtet.

 

Wer langsam reist erlebt nicht weniger sondern mehr

Das fasziniert uns z.B. sehr an Mallorca. Im Frühjahr, Sommer und/oder Herbst eine Finca für einige Wochen zu mieten und einfach das herrlich leichte Lebensgefühl zu erleben. Raus aus dem Alltag und sich einfach nur wohlfühlen, ohne den einen Tag hier hin und den Anderen schon wieder dort hin zu müssen. Den Tag kommen lassen und das was da ist zu genießen. Genau das lieben und leben wir.

Dabei lässt sich allein auf einer Finca schon so viel entdecken? Wer schon einmal auf Mallorca eine gemietet hat, weiß wie groß das Land um einer einzigen Finca sein kann.

Aber ist im Sommer die Umgebung nicht nur trocken und staubig? Nun ja, in Teilen schon. Und trotzdem findet man z.B. kleine Schildkröten und wundervolle Olivenbäume. Alleine das lohnt sich schon, in den Bikini zu steigen, den großen Strohhut aufzusetzen, die Kamera einzuschalten und los zu gehen. Gerne hätte ich euch ja auch diese Fotos gezeigt, also die im Bikini und Strohhut durch den Fincagarten, aber soweit bin ich noch nicht :-)))

Ich liebe es auch, die Gießkanne in die Hand zu nehmen und Blumen zu gießen. So wie zu Hause, nur einfach auf Mallorca…Das Radio einzuschalten und Nachrichten zu hören, auch wenn man nichts versteht.

Den Einkauf auf einem Wochenmarkt zu erledigen und mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen. Sich über Früchte und Kräuter zu informieren, welche aus der Region stammen.

Diese Art von slow travel musste ich für mich jedoch auch erst entdecken. Und was bin ich froh, ihn gefunden zu haben.

 

Warum Finca-Urlaub so einfach ist?

Dabei fand ich früher die Idee, eine Finca zu mieten und mich um alles alleine zu kümmern, irgendwie sowas von kompliziert…ehrlich!
Das fing damit an, sich ein Auto zu mieten, alleine die Finca zu suchen und sich nicht morgens an einen gedeckten Frühstückstisch zu setzen. Aber natürlich nur in meiner Theorie 🙂

 

Aber warum eigentlich nicht, ich wollte es unbedingt mal versuchen

Einfach das Neue wagen, was kann denn schon passieren. Probiert Dinge doch einfach aus!
So „wagten“ wir also das unglaublich „Komplizierte“ und buchten vor einigen Jahren unseren 1. Finca-Urlaub.

In Palma angekommen, ging es direkt in das vom Flughafen gegenüberliegende Parkaus, um unser Mietauto abzuholen.
Bis hierhin verlief schon einmal alles ganz problemlos. Nicht schlecht 🙂

Um nun noch unsere Finca zu finden, hatten wir bereits vom Vermieter eine ausführliche Wegbeschreibung erhalten. Alleine die eigene Fahrt über diese Insel, war einzigartig. Sich zurecht zu finden, war überhaupt nicht schwer.
Und da war sie auch schon. Ein Traum einer Finca und wir wurden sogar schon erwartet.

Nun konnte es los gehen! Die Freude war riesig und blieb bis zum Schluss…

 

Was interessiert uns denn die Uhr?

Gerade wenn Teenager mit in den Urlaub kommen, sind feste Essenszeiten nicht besonders ? Auf einer Finca, könnt ihr euch alles alleine einteilen. So kann vor dem Frühstück Sport gemacht und schon einige Meter im eigenen Pool geschwommen werden, ohne auf Zeit achten zu müssen. Oder am frühen Morgen ans Meer zu fahren, wenn andere noch beim Frühstück sitzen und die noch fast leeren Strände genießen.
Nach 2 Stunden am Strand gehts dann zurück zur Finca. Slow Travel ist einfach schön.

Auf dem Weg wird am Bäcker angehalten und dann lecker auf der schattigen Terrasse mit einem herrlichen Weitblick über Pool bis zum Meer das Frühstück genossen.
Zu unserem Bäcker, in einem alten mallorquinischen Dorf, muss ich noch sagen, dass das nicht mit einem Bäcker in Deutschland zu vergleichen ist. Keine wundervollen Auslagen mit Massen an Kuchen und vielen Sorten Brötchen zur Auswahl. Nein, ganz anders. Ihr steht direkt in der Backstube und bekommt eine Auswahl direkt von herrlich großen Backblechen. Das hat uns ziemlich beeindruckt…ein freundschaftliches Verhältnis mit dem Bäcker bauten wir wohl während unseres Aufenthalts auf, da wir jedesmal wie Freunde begrüßt wurden.
Aber ich glaube, das lag bestimmt auch unseren Mengen, die wir täglich einkauften.
Und genau solche Momente sind es, die uns diese Art von Urlaub lieben lassen. Zum Bäcker oder zum Markt zu gehen, das langsame Leben dieser Insel anzunehmen und durch diese Kleinigkeiten Großes zu erleben.

Morgens in den kleinen Gassen, die einheimischen Kinder in die Schule gehen zu sehen und wie sie sich von ihren Eltern verabschieden. Die entspannte Art, wenn morgens auf der Bank vor dem Haus Zeitung gelesen wird und vor den Cafés vielleicht sogar schon Karten gespielt werden…Kleine aber so feine Erlebnisse, die ich mir so gerne ansehe und liebe.

 

Insel erkunden

Langsamer reisen, bedeutet ja nicht, nun gar nichts mehr zu unternehmen.

Natürlich muss eine Insel wie Mallorca auch erkundet werden. Wir lieben ihre Vielfältigkeit und ihre Schönheit. Das Licht am Morgen, wenn es schon herrlich warm ist, aber noch nicht zu warm. Das Frühstück einfach auf später zu verschieben und den Morgen intensiver zu erleben und in der Mittagszeit zu relaxen.

Es gibt so viel zu entdecken. Unzählige kleine Buchten, die zum Teil sehr abenteuerlich zu erreichen sind, Berge, kleine Dörfer in der Mitte der Insel, Weingüter und Märkte.

  • Erkunde alles  langsam, aber richtig! Ihr werdet sehen, wie stark die Verbindung zu diesem Ort werden wird.
  • Gebt euch Zeit, das Erlebte zu verarbeiten!
  • Nehmt euch nicht zu viel für den Tag vor!
  • Setzt euch in einheimische Cafés und geniesst!
  • Versucht einen immer gleichen Tagesablauf zu vermeiden!
  • Esst Frühstück im Bett, am Strand oder am Pool!
  • Geht auch mal Nachts in den Pool! (in einer Finca ist das nämlich möglich)

…und vergesst natürlich nicht den Bikini, den Strohhut und die Gießkanne 🙂

 

Zeit nur für dich

Nutzt eure Zeit und nutzt sie ganz ausgiebig für euch! Tut nicht Dinge, weil es andere so tun. Gebt euch hin und erlaubt es euch! Alles ist ok, wenn es für euch ok ist. Ihr müsst keinem Trip-Status entsprechen, wo steht sowas überhaupt??? Überlegt wobei ihr euch im Urlaub eigentlich wirklich am wohlsten fühlt und tut mehr davon!

Wir haben diese Art von Urlaub für uns entdeckt, ob im Frühjahr, Sommer oder Herbst. Es lohnt sich einfach immer.

 

In meinen nächsten Beiträgen, werde ich euch noch unsere bisher gebuchten Fincas vorstellen.
Und auch in diesem Jahr steht wieder ein Finca-Urlaub mit der gesamten Familie an, den wir schon im letztem Jahr gebucht haben.

Mein Tipp: Schöne Fincas müsst ihr sehr weit im Voraus buchen, da sie schnell vergriffen sind.

Tue weniger, aber besser!

 

Liebste Grüße

Doreen

2 Kommentare

  1. Marie sagt:

    Hallo Doreen,
    What a lovely piece of article and photos. A lovely place to dream 🙂 The landscape is magnificent. I always find myself nodding ‚yes‘ to your tips, it’s how I would do it myself.
    I love your narration, one can almost imagine the route step by step. Danke sehr 🙂
    Marie x

    • hedmee sagt:

      Meine liebe Marie,
      ich freue mich so sehr, dass dir der Beitrag so gut gefällt. Mallorca ist für uns sehr besonders, da wir diese Insel auch oft in großer Familie genießen. Auch in diesem Sommer wird es wieder so sein. Eine Finca gehört für uns unbedingt dazu. Ich mag Slowtravel sehr und dort kann ich es so richtig erleben. Einfach großartig.

      Ich grüße dich ganz liebe und drücke dich,
      Doreen

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