Girl Power | wie stark müssen wir eigentlich sein?

 

Kennt ihr diese Freude? Freude das es dich gibt und die Freude über die richtigen Dinge die du tust?

Tausende Ideen kreisen seit Wochen in meinem Kopf. Es gibt so viel was ich schreiben und tun möchte. Aber nein, eins nach dem Anderen. Denn ich möchte nicht irgendetwas machen, sondern genau das, was ich mir vorstelle.
Ja, meine Ansprüche an mich sind ziemlich hoch gesteckt und das ist auch gut so. Meistens zumindest. Ich möchte mein Leben so gut wie möglich nutzen, denn die Tage, Monate und Jahre vergehen einfach zu schnell.

Im Laufe meiner 45 Jahre, habe ich meine Ansprüche oft geändert. Es gab Zeiten, in denen ich mehr versucht habe, anderen gerecht zu werden und mich dabei komplett vergessen habe.
Einen Job in einer Führungsposition neben der Familie zu leisten, mich verabredet habe, obwohl ich es eigentlich garnicht wollte, das Haus stets in einem absolut perfekten Zustand zu haben, um dann am Ende des Tages festzustellen, ja und nun???

Wenn wir es mal so betrachten, beginnt doch für uns nach dem Job der zweite Job, oder?
Wir gehen dann einkaufen, machen den Haushalt, kümmern uns um unsere Kinder und sehen natürlich immer noch grandios aus ?… Aber wann machen wir das wirklich alles? Und müssen viele Dinge überhaupt sein? Nein!!! Ich habe irgendwann für mich festgestellt, dass sich etwas ändern muss. Und eigentlich war es nicht etwas, sonder nur ICH!
Ich möchte die Zeit haben, meinen Kindern zuzuhören und nicht nebenher noch dies oder das machen zu müssen. Nach der Schule mit ihnen am Tisch zu sitzen und mal eine halbe Stunde über das Erlebte sprechen. Einfach wunderbar…

 

Perfektionismus | oder doch lieber unnötig?

Viele Dinge die wir tun, sind oft auch einfach nicht nötig. Man verliert sich zu schnell in Details, unnötigen Details.
Es ist gar nicht schlimm, Dinge die einem so wichtig vorkommen, mal zu hinterfragen. Das habe ich eine Zeit lang sehr intensiv getan und festgestellt, dass es mich nicht glücklich macht, wenn ich immer nur alles perfekt habe. Es lebt sich auch ganz gut mit einer etwas schwächeren Sicht auf den eigenen Perfektionismus. Und komischerweise, läuft trotzdem immer noch alles gut, nur mit dem Unterschied, mehr Zeit für die wichtigeren Dinge im Leben zu haben. Und das sind für mich in erster Linie meine Kinder und meine Familie.

 

Slow Living | ist das wirklich möglich?

Ich liebe den Begriff Slow Living, aber kann ich wirklich danach leben? In gewisser Weise vielleicht schon, in Momenten. Wenn man sich aber ganz intensiv damit auseinandersetzt, sehe ich es als fast nicht möglich. Denn vergessen wir mal nicht, was wir an einem Tag alles so leisten müssen. Dinge die einfach nötig sind.
Dabei in kleinen Schritten die Erweiterung des Minimalismus auf den eigenen Lifestyle zu lernen. Das finde ich sehr gut und auch in Teilen möglich. So z.B. Verabredungen auch mal abzusagen. Zu lernen, dass der Freund oder die Freundin einem garnicht böse ist. Mit Sicherheit traurig, aber nicht böse. Zu lernen, Wäsche auch mal liegen zu lassen und lieber mit den Kindern zu kuscheln oder zu lesen. Zu lernen, mich auch mal hinzusetzen und einen Moment zu geniessen ohne schlechtes Gewissen.
Langsames Leben zu geniessen. Auf seine Bedürfnisse zu hören und das Wichtigste an jedem Tag heraus zu filtern. Auch einen Montag schön zu finden, der mir nach der Arbeit schöne Momente geben kann, wenn ich es denn zulasse.
Am Ende müssen wir wissen, was uns wichtig ist. Jeder für sich. Aufzuhören andere für irgendwas zu verurteilen, wenn sie ihr Leben anders leben. Sich erst garnicht damit zu beschäftigen, was oder wer wieder gerade getan hat. Auch die Online Welt als nicht die richtige Welt zu sehen und sich nicht in ihr zu verlieren. Sein Geld in Dinge zu investieren, um zu leben.

Sich gemütlich gemeinsam hinzusetzen und am Abend einfach mal Brote zu geniessen. Und nicht ewig lange in der Küche stehen. Außergewöhnliche Dinge unter der Woche zu tun, wie z.B. im Wohnzimmer auf dem Teppich ein Picknick am Abend eben mit den Broten zu machen. Einfache Dinge, die den Moment glücklich machen! Und glaubt mir, genau sowas macht wirklich glücklich.

 

Versucht eure Girl Power richtig einzusetzen und dabei nur eine geringe Portion Stress zu verwenden.

 

Slow Living – ja, ich versuche es in Teilen!

 

 

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