Meditation | dein Weg zu mehr Stille im Alltag

(Gastbeitrag, geschrieben von Jessie)

 

Als ich von Doreen angefragt wurde einen Beitrag zum Thema Mediation zu schreiben, fühlte ich ganz deutlich das JA in mir.
Meditation + Spiritualität begleiten mich seit vielen Jahren und sind ein Teil von mir und meiner Lebenshaltung geworden. Da es unglaublich viel zu Meditation zu erzählen gibt, habe ich mich dazu entschieden meinen Fokus auf die Anfänge der Meditationspraxis zu richten. Mit meinen Zeilen möchte ich besonders die Menschen erreichen, die seit längerer Zeit immer überlegen mit meditieren anzufangen, welche am Anfang der Praxis stehen. Die gerne unterstützt werden und ein paar Werkzeuge an die Hand bekommen möchten auf einer vielleicht noch etwas unbekannten Reise zu sich selbst. Selbstverständlich sind ALLE herzlich willkommen meine Zeilen zu lesen.

Meditation hat sich heute in unserer Gesellschaft fest etabliert. Respektive, wir Menschen haben unsere Einstellung dazu verändert. Meditation bleibt Meditation. Wir haben es in der Hand welche Bedeutung und Wertigkeit wir jemandem oder etwas schenken möchten. Zahlreiche Studien belegen wie heilsam es ist, seinen Geist zur Ruhe kommen zu lassen, Anspannung loszulassen. Eine sanfte Unterstützung zur Selbstheilung.

Regelmäßige Meditation kann beruhigend wirken. Der Herzschlag wird verlangsamt, die Atmung vertieft, Muskelspannungen reduziert. 

In der der heutigen hektischen und stressigen Welt, sehnen wir uns immer mehr nach Stille. Reizlosigkeit, Momente in denen wir wieder deutlich fühlen können was uns wirklich bewegt sind selten geworden. Das Handy immer zur Hand und wir auf Bereitschaft. Allein diese dauerhafte Erreichbarkeit erhöht in unserem System einen enormen Stressfaktor. Wann warst du das letzte Mal offline?
Durch diese ganzen äusseren Impulse, ist es uns fast ein Ding der Unmöglichkeit geworden reizlos zu verweilen um wahrzunehmen welche Anteile gehören wirklich zu mir. Wo habe ich verlernt was ICH wirklich möchte und brauche. So schnell lassen wir uns ablenken und mitziehen von der immer schneller werdenden Geschwindigkeit. Manchmal so lange bis wir durch Krankheiten wie Burnout, Herzinfarkt, Schlaganfall etc. spüren das unser Körper die Signale der Seele völlig überhört hat. Um diesen Krankheiten vorzubeugen ist Meditation ein sanfter Weg zu mehr Stille und Gelassenheit. Du hast es in der Hand wie du mit den Impulsen und den Reizen umgehst. Wann und wo du erreichbar sein möchtest. Erreichbar sein auch im Sinne von WAHRNEHMEN.

Jeder kann meditieren lernen. Alles was du dazu benötigst ist dein innerer Willen sowie den Impuls JETZT loszulegen.
Wieso nur ist diese Hürde anzufangen so gross und die Angst etwas Neues zu wagen so stark, dass du es dann doch lieber bleiben lässt? Du hast Angst – tue es trotzdem.
Ich kann mir vorstellen, dass bei vielen ein mangelnder Zeitfaktor eine wichtige Rolle spielt. Als ich damals mit meiner Yoga-Lehrer Ausbildung angefangen habe, hat uns die Ausbildnerin aufgetragen mindestens 5 x die Woche 30 Minuten Yoga zu praktizieren, zu meditieren und unsere Gedanken zu Papier zu bringen. An den Wochenenden stand theoretischer Unterricht, Workshops und Wochenseminare auf dem Plan.
Vielleicht könnt ihr ahnen was bei mir abging. Bei einem 100% Job mit Mann, Freundschaften die gepflegt werden möchten, Hausarbeit und all den anderen ach so wichtigen Aufgaben. Wo um Himmels Willen soll ich bloss die Zeit herbekommen (heute weiss ich: mir die Zeit nehmen). Innerlich spürte ich meinen Widerstand und dachte, diese Frau hat doch überhaupt keine Ahnung was bei mir alles los ist. ICH habe so viel um die Ohren, bestimmt noch viel mehr als alle anderen. So begab ich mich mit meinen Widerständen und meinen teilweise längst überholten Verhaltensmuster im Gepäck, auf die wichtigste und schönste Reise in meinem Leben.  Der Reise zu mir selbst.

Das loslösen von Formen und Strukturen ist ein laufender Prozess der immer weiter geht. Heute viele Jahre später gibt es diese Hürden immer noch. Ich bin überzeugt solange wir als Menschen leben werden, bleiben diese bestehen um uns in unserer Entwicklung stets weiter zu bringen. Bedeutend weniger sind es geworden und ich habe gelernt (meistens) mit ihnen umzugehen. Nicht zu kämpfen, sondern einen fliessenden Über-Umgang zu finden hin zum Vertrauen und meinem TUN. Weich zu werden. Loszulassen. Was sind 5 Minuten am Tag mit 24 Stunden und 1440 Minuten?
Ja, ja ich weiss ihr habt noch Familie, Job, ein Haus, Garten und vieles mehr was täglich erledigt werden möchte. Dann ist es sogar gut du nimmst dir täglich 10 Minuten Zeit. 

Wir starten ganz sanft gemeinsam und ich übergebe dir eine Tüte mit Werkzeugen für unterwegs.

 

Vorbereitungen

  • Überlege dir welches Zeitfenster gut zu deinem Lebens- und Biorhythmus passt. Möchtest du am Morgen gleich nach dem Aufstehen meditieren? Oder lieber abends vor dem Schlafen gehen? Mittags (warte nach dem Essen mindestens 1 Stunde damit dein Körper sich mit der Verdauung beschäftigen kann)? Oder probiere die verschiedenen Möglichkeiten aus. Die Zeiten dürfen jederzeit verändert werden.
    Wichtig ist, bleib bei deiner Routine und schaffe der Mediation ihren täglichen Platz. So ähnlich wie es Marie Kondo in ihren Büchern beschreibt. DU musst jedem Gegenstand einen Platz geben damit die Ordnung bestehen bleibt. Unordnung entsteht, weil wir nicht wissen wohin mit «etwas». Bezogen auf die Meditation ist es besonders am Anfang sehr wichtig, dass du diesen Platz in deinem Leben integrierst. 
  • Wenn du möchtest und es dir hilft, trage diese Termine in deine Agenda ein. 
  • Überlege, wo du von deiner Zeit diese 5 Minuten (oder mehr) nutzen willst. Zum Beispiel: angepasste Social Media, Fernsehen, Schlafenszeit? Du hast Zeit für Instagram so hast du auch Zeit für Meditation 😉.
  • Stelle dir folgende Fragen:
    Wieso habe ich mich fürs meditieren entschieden? Was möchte ich mit der täglichen Meditation in meinem Leben verändern?
    Möchtest du mehr Gelassenheit in deinen Alltag integrieren? 
  • Schliesse für einen Moment deine Augen und lasse ein inneres Bild entstehen. Atme dabei tief und ruhig ein und aus. Stelle dir vor wie gelassen du in einer für dich stressigen Situation durchs meditieren geworden bist.
  • Solltest du unmotiviert sein, der Ruf deines inneren Widerstandes laut und du dich fragen: Wieso tue ich das überhaupt? Lies dir deine Notizen mit deiner Motivation durch und fühle hin zu deinem inneren Bild.
  • Meditiere täglich mindestens 5 Minuten. Besser täglich als 1x wöchentlich 20 Minuten Du möchtest täglich an deiner inneren Form und Zellumprogrammierung arbeiten. 
  • Notiere laufend was bei dir passiert. In deinem Körper, deinem Geist und deiner Seele. Welche Themen tauchen immer wieder auf um angeschaut zu werden? Welche Gedankenstrukturen fangen sich ganz allmählich an zu verändern? Bleib bei der Einfachheit, es dürfen kurze Sätze sein. Diese Beobachtungen unterstützen deine Selbstwahrnehmung und die Möglichkeit deine Bedürfnisse immer deutlicher wahrnehmen zu lassen. Auch deine Handlungen werden sich durch das regelmässige meditieren anfangen zu verändern.
  • Geh Schritt um Schritt bleibe geduldig mit dir selbst. 
  • Schaffe einen gemütlichen Platz. Nach Möglichkeit deinen persönlichen Meditationsraum.
  • Mit einem Meditationskissen (ein normales Kissen tut es natürlich auch), weicher Unterlage, Kerzen, Blumen, Heilsteinen, Naturmaterialien, Glücksbringer, Düften etc. 
  • Durch dieses Einrichten verschaffst du der Mediation auch äusserlich einen festen Platz in deinem Leben.
  • Stelle sicher das du ungestört bist.
  • Lege dir das Notizbuch und Stift immer mit dazu, damit du nach der Meditation deine Gedanken zu Papier bringen kannst. 
  • Sei dir immer bewusst wie positiv die Auswirkungen auf dein Leben sein werden und wieso DU dich fürs meditieren entschieden hast. 

So der Anfang wäre gemacht und nun kann es losgehen. Ich empfehle dir im sitzen zu meditieren um deine Aufmerksamkeit im Körper zu wahren und wach zu bleiben. Sollte es für dich nur im liegen möglich sein, darfst du gerne auch liegen.

 

Meditation

Beobachtung deiner Atmung

Setze dich bequem hin.
Schliesse deine Augen. Nimm deinen Körper, deine Atmung war, beobachte. Deine Sitzbeinhöcker verschmelzen mit deiner Unterlage und verbinden sich mit der Erde unter dir. Spüre wie du dich gedanklich über die Wirbelsäule aufrichtest mit dem Himmel über dir verbindest. Bleib jederzeit bei deiner aufrechten Sitzhaltung damit deine Energie frei fliessen darf.
Lass die Anspannung in deinen Schulterblättern mit jedem Ausatmen los. Gib alles ab was du noch irgendwo festhältst. Mit jedem Atemzug immer noch ein bisschen mehr. Deine Stirn ist ganz glatt und weich. Erlaube dir loszulassen um einfach zu sein. Ganz nah bei dir anzukommen.
Beginne deinen Fokus auf deine Atmung zu lenken. Nimm wahr, wie die kühle Luft über deine Nase in deinen Körper einströmt, sich deine Lungen mit frischem Sauerstoff füllen, die Bauchdecke sich hebt und mit jeder Ausatmung warm wieder ausströmt. Die Lunge wieder leer wird, die Bauchdecke sich senkt. Mit jeder Einatmung nimmst du neue Energie in dir auf und mit jeder Ausatmung lässt du immer mehr los. Gibt’s ab.
Aufkommenden Gedanken erlaubst du wie Wolken am Himmel weiter zu ziehen. Sei freundlich mit ihnen – lade sie ein, sich bei Notwendigkeit, nach der Meditation wieder zu zeigen. Finde den Weg immer wieder zurück zu deiner Atmung. Zu deinem bewusst-SEIN.

Um dich gedanklich von der äusseren Zeit zu lösen, kannst du dir zum Beispiel die Meditation Time App oder deine bevorzugte Variante Gratis runterladen. Diese Organisation unterstützt dich, sanft an die Form und Zeit erinnert zu werden und bietet dir die Möglichkeit vollständig loszulassen. Im Laufe der Zeit wirst du fühlen wann der Zeitpunkt gekommen ist um die Meditation zu beenden.

Bleibe am Schluss der Meditation noch ein paar Atemzüge. Gestalte den Übergang zurück in deine äussere Form ganz ruhig.
Bedanke dich bei dir, dass du dir heute diese Zeit geschenkt hast, ganz für dich zu sein. Nimm dich an wie du bist, den genauso solltest du sein. Fange an deinen Kopf von hinten nach vorne im Uhrzeigersinn zu kreisen. Wechsle die Seite. Dehne dich, strecke dich um wieder vollständig im hier und jetzt anzukommen. Sobald du bereit dazu bist, öffne deine Augen und nimm deinen Körper und dein Umfeld wieder ganz bewusst war.

Ende

 

Wie fühlst du dich? Wie geht es dir?

Magst du deine Gedanken, Erfahrungen, Feedback oder Fragen mit mir Teilen? 

Dann schreib mir gerne auf instagram.com/lazymorninglove oder mandakino@hotmail.com eine Nachricht.  

Ich freue mich von dir zu lesen.

Herzlichen Dank für die Zeit die du dir genommen hast um meinen Beitrag zu lesen.

Mein Herz grüsst dein Herz.

 

Namasté deine Jessie

 

 

10 Kommentare

  1. Kathleen sagt:

    Ein sehr interessanter und informativer Beitrag. Der gefällt mir echt gut und den werde ich mir für später auch noch einmal abspeichern, damit ich all deine Infos direkt parat habe. Ich habe mich auch schon mal mit Meditation auseinander gesetzt und möchte mich auch weiter damit beschäftigen. Ich finde das wirklich sehr hilfreich, besonders im stressig Alltag.

    Ganz liebe Grüße
    Kathleen
    https://kathleensdream.de/

    • Jessie sagt:

      Hab herzlichen Dank für deine Worte Kathleen und der Zeit die du dir genommen hast um meinen Beitrag zu lesen.
      Auf deinem Meditationsweg wünsche ich dir alles Gute. Möge dich dieser reich beschenken und dir Türen zu dir selbst öffnen.

      Sonnige Grüsse
      Jessie

  2. Manu sagt:

    Hallo Jessie, du hast einen wirklich interessanten Beitrag geschrieben. Er gibt mir einen großen Anreiz, darüber nachzudenken und es vielleicht sogar einmal auszuprobieren. Mit Meditation habe ich mich bisher ehrlich gesagt noch nie auseinander gesetzt. Zählt nicht sogar Yoga auch zu einer Art?
    Einige Minuten am Tag dafür einzuplanen, sollte uns ja wirklich nicht sonderlich schwer fallen. Aber mir fehlt oft das durchhalten bei diesen Sachen.
    Du hast recht, mit dem was du schreibst.
    Einen lieben Gruß von Manu

    • Jessie sagt:

      Hallo Manu

      Danke für die Zeit die du dir genommen hast meinen Beitrag zu lesen. Ich freue mich.
      Es ist sehr interessant was mit unserem Ego passiert sobald wir uns etwas Zeit für uns schenken möchten. Scheint doch so vieles immer wichtiger zu sein. Bestimmt hat es auch mit der Angst zu tun sich mit sich selbst auseinander zu setzen.
      Meditation kann auch sein, in der Natur zu verweilen und achtsam wahr zu nehmen was mit einem selbst passiert. Yoga ist eine körperbezogene Form der Meditation.

      Auf deinem Weg wünsche ich dir zufriedene + glückliche Momente zum geniessen.

      Liebe Grüsse
      Jessie

  3. hedmee sagt:

    Meine liebe Jessie,

    hab so großen Dank für deinen ganz wundervollen Beitrag. Mich so richtig in die Meditation zu finden, ist gar nicht so einfach. Auch heraus zu finden, welche Art die Richtige für einen ist. Ob geleitet, mit Musik oder ohne…Am Anfang fiel es mir sehr schwer, mich überhaupt darauf einzulassen, fand es sogar ziemlich komisch. Aber ich merke, dass das mit jedem Mal besser wird. Ich werde auf jeden Fall dran bleiben.

    Sei ganz lieb gegrüßt,
    Doreen

    • Jessie sagt:

      Liebe Doreen

      Ich empfinde grosse Freude, dass ich einen kleinen Beitrag leisten darf um mehr Menschen auf einen meditativen Lebensweg zu führen.
      Dir wünsche ich bereichernde Meditationserfahrungen.

      Lauschigen Abend und ganz liebe Grüsse
      Jessie

  4. Anka sagt:

    5 Minuten Meditation am Tag? Wie soll ich das machen? In diesen 5 Minuten würden mir so viele Dinge durch den Kopf gehen, dass ich mit der reinen Medition erst überhaupt nicht beginnen kann und die 5 Minuten schon um sind. Oder ist dies reine Übungssache? Mit geschlossenen Augen durchlaufen viele Bilder meinen Kopf. Was muss ich noch tun, was ist passiert am heutigen Tage. Ich habe es schon öfters probiert und musste es immer wieder abbrechen, da ich keine innere Ruhe gefunden habe. Liebe Jessi, was kann ich tun?

    • Jessie sagt:

      Liebe Anka

      Meditation ist ein Weg der uns Disziplin und sehr viel Geduld lehrt. Wir wollen während des meditierens lernen immer und immer wieder den Weg zurück auf unseren Fokus (in unserem Fall der Atmung) richten. Irgendwann wirst du Augenblicke erfahren in denen du nichts denkst. 5 Minuten an gar nichts zu denken, ist aus meiner Sicht sehr, sehr hohe Schule.
      Allmählich wirst du merken, dass deine Gedanken nicht mehr im Nonstop Kreis rennen sondern sich wie auf einem gemütlichen Spaziergang befinden. Vermutlich wäre es für dich empfehlenswert gleich morgens nach dem Aufstehen (oder auch noch im Bett) noch stillschweigend zu meditieren weil dein Geist noch etwas ruhiger ist als Abends.
      Ich wünsche dir richtig gutes Gelingen und für weitere Fragen melde dich gerne bei mir.
      Liebe Grüsse
      Jessie

  5. Sophia sagt:

    Ein ganz wundervoller Beitrag. Meditation bereichert auch mein Leben schon seit einiger Zeit. Meditation hilft mir, nach stressigen Tagen den Stoppknopf drücken zu können…

    Viele liebe Grüße, Sophia

    • Jessie sagt:

      Liebe Sophie
      Ich danke dir herzlich für deine Worte. Zu lesen, dass du Meditation bereits einen Platz in deinem Leben schenkst finde ich wunderbar. Weisst du, ich wünschte mir das noch mehr Menschen die positive Wandlung des bewussten Lebens erfahren dürfen.

      Schönen und entspannten Abend.
      Alles Liebe
      Jessie

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.