SLOW Life | es fühlt sich gut an

 

Es sind Tage wie diese.

Ruhe und keine Termine. Die Arbeit ist weit weg und wir haben Zeit für uns. Es ist still und ich verliere das Gefühl für Zeit. Wir verbringen die Tage nur mit Dingen die gut tun. Es gibt keine Pläne und auch keine Termine. Ich bin froh nicht über Ziele zu diskutieren und mich sonst auch mal um nichts zu kümmern. Es gibt keinen Lärm und die Menschen haben sich zurückgezogen. Ich mag es, dieses ruhige Leben zu führen. In der Tat habe ich gelernt, es zu lieben. 

 

 

Lärm, große Menschenmengen und Unruhe, welche den Anschein haben, immer größer und lauter zu werden, fühlen sich nicht gut an. Ich habe nichts dagegen, mit wenigen Menschen zusammen oder sogar alleine zu sein. Tatsächlich ist genau diese Zeit, eine wertvolle Zeit. Ich lese oder schreibe und genieße die Ruhe.

Ruhe genießen?

Ich weiß, dass es Menschen gibt, die das nicht ertragen können. Aber das finde ich auch nicht schlimm. Jeder muss für sich entscheiden, was ihm gut tut und was nicht. Wir empfinden Stress oder auch ruhige Momente auf ganz unterschiedliche Weise. Was für den einen noch lange kein Stress ist, kann für den anderen das große Chaos bedeuten.

 

 

Ich bewege mich gerne in meinem eigenen Rhythmus und achte dabei auf kleine Details, die ich für wichtig halte. Es mag manchmal nur ein Tee sein, den ich mir koche, eine Scheibe Zitrone hineinlege und die Tasse dann mit meinen Händen umschließe. Während Kerzen brennen und ich entweder nichts tue oder aber lese. Kann man aus diesen Momenten etwas Sinnvolles ziehen? Oh ja…, sehr sogar. 

Momente der Ruhe können richtig schön sein. 

Ich lebe mit meiner Familie ein ziemlich ruhiges Leben. Gerne zu Hause zu sein, gehört dazu. Es ist unsere Wahl, kein Muss. Es ist unsere Vorstellung von einer ruhigen und gemeinsamen Zeit in unserem Haus und unserem Garten in den warmen Monaten. Unsere vielen Bücher, unsere gemütlichen Ecken im Haus, unsere Küche, in der wir auch gerne mit Familie und Freunden sitzen, unsere gemeinsamen Mahlzeiten und Zeit, die wir uns schenken. 

 

 

Immer öfter merke ich, wie sehr ich für Lärm und Hektik sensibilisiert werde. Viel davon ist immer weniger auszuhalten. Und das ist gut so. Auch wenn in unserer Welt die Tüchtigkeit und immer im Stress zu sein, an erster Stelle stehen zu scheint, vergessen wir oft, die wichtigen Momente unseres Lebens zu leben. Aber woran liegt das? Warum sagen wir oft ja, obwohl es uns eigentlich nicht gut tut und ziehen „Unwichtiges“ vor? Wahrscheinlich liegt es einfach daran, dass Menschen Angst haben, etwas zu verpassen oder Dinge machen zu müssen, weil es eben so ist.

Dabei finde ich, dass doch gerade die Entscheidung gegen etwas, eine enorm große Stärke ist. Wer sagt überhaupt, dass wir immer und immer wieder in Bewegung sein müssen? Niemand… Auch wenn ein Tag manchmal vollgepackt ist, kannst du dir in einigen Momenten Pausen und Ruhe gönnen. Versuche Möglichkeiten zu finden, deinen Zeitplan etwas zu verlangsamen.

Momente der Ruhe oder auch der Einsamkeit übertreffen oft alles.

 

 

Ein Moment, den ich über alles liebe… Wenn wir am Abend alle im großen Bett liegen und lesen. Es ist still und trotzdem voll von liebevoller Atmosphäre. Dann bin ich dankbar…

Ein Tag gehört zu unserem Leben. Er ist Bestandteil und wird nie mehr zurück kommen. Wie schade ist es doch, wenn dieser nur in Hektik verbracht wurde, ohne einen schönen Moment zu erleben. Mein eigenes Leben möchte ich so gestalten wie es für mich gut ist. Neben meiner täglichen Arbeit auch Zeit für mich zu finden. Diese mit wundervollen Dingen auszufüllen und etwas Wertvolles für mich zu tun. Es ist genau diese Art von Leben, die ich leben möchte. Es beginnt mit der Entscheidung bewusster zu leben und Zeiten der Ruhe zu einer Priorität zu machen. 

 

 

Es ist in Ordnung, mit einem ruhigen Leben zufrieden zu sein. Slow Life eben…Es fühlt sich warm und einladend an.

Ich wünsche dir einen ruhigen Start in das neue Jahr. Setzte dir nicht zu hohe Ziele und denke immer mal wieder an DICH

 

Lots of love | Doreen

16 Comments

  1. Enrico sagt:

    Geht mir absolut genauso. In einen Club oder Ähnliches kriegt man mich kaum mehr, obwohl ich vor noch 5-10 Jahren da schon sehr häufig vertreten war. Lieber ein gutes Gespräch mit tiefergehenden Themen in einer kleinen Runde. Oder ein Ausflug in die Natur, abschalten und entschleunigen. Konnte ich es früher nie verstehen, wenn meine Mutter den Radio und die Musik auch einfach mal aushaben wollte, bin ich heute schon derjenige, der dafür sorgt, dass es auch mal still und ruhig bleibt. Gerade am Morgen, wenn das Leben erwacht. LG, Enrico

  2. Christina sagt:

    Liebe Doreen,
    genau das ist der entscheidende Satz „ich entschließe mich dazu“ oder ich „entscheide mich dafür“ es liegt ganz genau bei jedem selbst, ob er sich dem Stress hingiebt oder nicht. Ich habe mich auch für ein ruhiges bewusstes Leben entschieden, weil ich es schön finde und mich so wohlfühle. Ich liebe es allein zu sein und die Ruhe um mich herum und das heißt nicht gleich Einsamkeit. Ich kann es so gut nachempfinden, was Du beschreibst. Danke für die tollen Worte!
    Liebe Grüße, Christina

  3. Christof sagt:

    Dank für diesen schönen Text. Un dich muss sagen, er macht mich tatsächlich nachdenklich. Früher war ich nämlich eben genau das, was du so schön beschrieben hast. Ich war immer auf Achse, viel unterwegs und hatte immer Angst Dinge zu verpassen. Nie konnte ich nein sagen und wollte auch gar nicht. Aber irgendwann merkt man dann, das man nur noch hetzt und gar nicht mehr jeden Moment bewusst wahrnimmt. Selbst wenn man schöne Momenta am Tag hatte, konnte man sie nicht bewusst erleben, weil man eben im Stress war. Daher finde ich deine Ansicht über das SLOW-LIFE sehr schön und passe mich diesem Leben auch immer mehr an. Ich möchte nicht mehr in Hektik durch mein Leben stürmen. Jetzt ist Zeit für mich und für Nessa und nur das ist wichtig!
    Danke für diesen schönen Text und an die Erinnerung, das SLOW-LIFE so wichtig ist.
    Liebe Grüße
    Christof

    • hedmee sagt:

      Das hast du so schön geschrieben Christof. So erging es mir leider auch viel zu lange. Ich bin nun froh, auch dort rausgekommen zu sein und kann sehr gut „nein“ sagen.

      Liebe Grüße

  4. Nessa sagt:

    Oh ja, Slow Life ist auch genau meins.
    Meine Mutter hat früher immer gescherzt, dass ich eine alte Frau im Körper eines jungen Mädchens bin, weil ich schon als Teenager lieber mit einem guten Buch und einem heißen Kakao zuhause geblieben bin, statt in Discos und auf Partys zu gehen 😉
    Ich kann extrem gut alleine sein und mich mit mir selbst beschäftigen, an manchen Tagen brauche ich das sogar und nehme mir bewusst Zeit für mich.
    Grüße
    Nessa
    https://ichdupasst.blog

    • hedmee sagt:

      Das freut mich zu lesen. Das ist ja süß… aber ich kenne das von meinen Kindern auch. Und ich gebe ihnen auch den benötigten Raum dafür. Ich habe mal in einem Freundschaftsbuch meiner großen Tochter einen Eintrag einer Freundin gelesen, was mich mit Tränen in den Augen berührt hatte. Sie schrieb in auf eine Frage, was sie sich denn wünsche: „mehr Zeit“…Es hat mich so geprägt und ich fand diese zwei Wörter so alleesagend. Dieses Mädchen musste doch tatsächlich jeden Nachmittag etwas anderes in seiner Freizeit tun. Von Ballett bis hin zum Klavier…ohne Worte!

      Liebe Grüße…

  5. Laura sagt:

    Sehr schön geschrieben. Ich liebe diese ruhigen Tage auch total. Einfach nichts großes auf der To Do Liste stehen zu haben ist so schön.
    Nur ganz leise mag ich es nicht. Ich habe neulich auch drei Stunden lang gelesen, aber im Hintergrund musste ganz leise eine Instrumentale Playlist laufen.
    Jetzt gerade sitze ich auch auf dem Sofa, trinke Tee, lese Blogeinträge und höre Panflötenmusik.
    Viele Grüße,
    Laura

    • hedmee sagt:

      Das freut mich, vielen Dank!
      Musik kann diese Momente wirklich wundervoll hervorheben. Wenn ich aber z.B. lese, ist mir die Stille sehr angenehm.

      Liebe Grüße

  6. Shadownlight sagt:

    Hey,
    ja einen Gang zurück schalten ist sehr sehr wichtig.
    Danke für den tollen Beitrag.
    Rutsch gut in das neue Jahr!
    Liebe Grüße!

    • hedmee sagt:

      Unbedingt… erst wenn man, so wie ich, einen gesundheitlichen Einschnitt erlebt, wird einem das einfach ungemein wichtig.

      Liebe Grüße…

  7. Pe sagt:

    Während ich auch gemütlich in meinem minimalistischen Zuhause sitze, lese ich deinen tollen Post, liebe Doreen 🖤

    Du sprichst mir wieder aus dem Herzen!

    Oh, ich liebe es auch, mich bewusst zurückzuziehen und Ruhe zu geniessen. Wunderbar, dass es immer mehr
    SLOW LIFE Menschen gibt.

    Habt einen angenehm ruhigen Jahreswechsel!

    Tiefenentspannte Grüsse
    Petra 😘

    • hedmee sagt:

      Meine liebe Petra, was freue ich mich, von dir zu lesen. Dankeschön, für deine Gedanken. Ich kann auch nur hoffen, dass die Menschen sich wieder mehr auf sich konzentrieren und etwas mehr auf sich achten.

      Liebe Grüße…

  8. SOMMERform sagt:

    Manchmal denke ich über mich, dass ich nicht „normal“ bin, weil ich mich gerne zurück ziehe, mich zu Hause einigle und mich Parties und riesige Feierlichkeiten einfach nicht interessiert. Aber anscheinend gibt es mehr von meiner Sorte 😊 es sich zu Hause gemütlich machen, mit feiner Lektüre, einer Tasse Tee oder Glas Wein, einen schönen Film schauen oder Pläne schmieden und basteln, den Tisch fein zu decken und für die Familie oder Freunden zu kochen, das ist, was ich mag 💖 weit weg von Hektik und Lärm, den ich bei mir in der Schule zur Genüge habe 😉 Liebe Grüße an Dich, Liebe Doreen

    • hedmee sagt:

      Dankeschön für deine lieben Worte….Ich bin mir sicher, dass die Tendenz immer mehr in Richtung Slow geht. So wie es jetzt ist, kann es meiner Meinung nach einfach nicht weitergehen. Den Tisch fein zu decken, zu kochen und meine Lieben zu verwöhnen, oh ja, das ist wundervoll und erfüllt mich ungemein…

      Liebe Grüße

  9. ines@meyrose sagt:

    Was für wahre Worte! Den Begriff Slow Life habe ich bewusst vorher noch nicht vernommen. Vieles von dem, was Du beschreibst, ist mir auch wichtig. Ich habe zum Beispiel nur noch wenige private Verabredungen, die dann aber mit Freude.

    Ruhige Tage wünscht Dir
    Ines

    • hedmee sagt:

      In der heutigen Zeit wird mir das einfach immer mehr bewusst. Das Thema Verabredungen kenne ich sehr gut und kann das daher sehr gut nach vollziehen.

      Liebe Grüße…

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